Der lange Weg zum Spielzeugmuseum Münchenbuchsee
Der Beginn der umfangreichen Sammlung war 1983, wir waren zu Besuch bei der Familie meines Mannes in Deutschland. Meine Schwiegermutter fragte uns, ob wir nicht die alte Puppenküche aus den 50er Jahren, die meine Schwägerin 1959 zu Weihnachten geschenkt bekam, mitnehmen möchten. Die Küche war sehr einfach, hatte aber 2 Räume und noch alle Originalmöbel. Zu Hause in der Schweiz packte uns das Fieber, wir gingen von Flohmarkt zu Flohmarkt, von Auktion zu Auktion und kauften alte Spielsachen, am Anfang vorwiegend Kaufläden, Puppenküchen und Puppenstuben. Dann sammelten wir unzählige Schildkröt Puppen, viele aus den 20er und 30er Jahren, von äusserst guter Qualität. 1989 kauften wir die ersten Porzellanpuppen, es wurden immer mehr und sie verdrängten die Schildkröt Puppen in die zweite Reihe. Später ergänzten wir die Sammlung mit Elastolin Figuren, vor allem exotische und einheimische Tiere. Es kamen passende Ställe dazu. Dann wurde unsere Sammlung mit Blechspielsachen, vor allem aus den 1950er Jahren ergänzt. Die Sammlung wuchs, jeder freie Raum im Haus war belegt. Ab Mitte der 1990er Jahre begann die Suche nach einem geeigneten Ausstellungsraum, wir besichtigten unzählige Gebäude, wo wir unsere Ausstellung der Öffentlichkeit zeigen wollten, das passende fand sich nicht. Langsam kehrte Resignation ein, das Haus musste wieder leerer werden, so gaben wir 2016 einen grossen Teil unserer Sammlung in eine Auktion. Mittlerweile war die Sammlung wieder so gross wie vor der Auktion. Dann, als wir schon nicht mehr daran glaubten, dass wir jemals eine geeignete Ausstellungsfläche finden würden, passierte es doch noch. Anfang 2021 wurden wir auf ein Inserat aufmerksam, in der ehemaligen Käserei von Münchenbuchsee war ein Gewerberaum zum Verkauf ausgeschrieben. Es waren einige Renovierungsarbeiten nötig und nun ist es endlich soweit, unser Traum von einem eigenen Spielzeugmuseum wird doch noch wahr. Am 5. August 2021 haben wir das Spielzeugmuseum Münchenbuchsee eröffnet.
Wir freuen uns auf ihren Besuch.
Arlette und Gerd Dietrich